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"Zeit für die Verkehrswende"
Grüne wollen neues Verkehrskonzept im Raum Trier mitgestalten
12.09.2011
In der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises Verkehr der Trierer und
Trier-Saarburger Grünen herrschte Zufriedenheit über das Ergebnis der
Mainzer Koalitionsverhandlungen. "Das dort formulierte Ziel, ein
verkehrsträgerübergreifendes Konzept zu erstellen, mit dem die Großprojekte
Moselaufstieg und Meulenwaldautobahn überflüssig werden, ist endlich der
entscheidende Schritt in die längst überfällige regionale Verkehrswende," so
der Sprecher des Grünen Verkehrs-AK Hans-Peter Simon.
"Es kommt nun darauf
an, die von uns schon in der Vergangenheit oftmals vorgebrachten Elemente
dieser Verkehrswende in die Entwicklung des Konzepts einzubringen:
Realisierung der Trierer Weststrecke mit attraktiven Haltepunkten und
Park&Ride-Angeboten, Ausbau flächendeckender, auch grenzüberschreitender
Taktverkehre im ÖPNV, Maßnahmen zur Neuordnung des straßengebundenen
Güterverkehrs und zum Ausbau einer intelligenten Warenlogistik, Beschränkung
des Straßenbaus auf die Sanierung und Ertüchtigung des bestehenden Netzes,
um nur die wesentlichsten Punkte zu benennen, die in den
Untersuchungsauftrag für das neue Verkehrskonzept einfließen sollen."
Jutta Blatzheim-Roegler, die verkehrspolitische Sprecherin der
Grünen-Landtagsfraktion, war als Gast zum Arbeitskreis eingeladen worden.
Sie sagte die Unterstützung der Mainzer Grünen-Fraktion bei der
Inangriffnahme des regionalen Verkehrskonzepts für den Raum Trier zu.
Federführend in der Planung des neuen Verkehrskonzepts ist das Ministerium
des Innern, für Sport und Infrastruktur (ISIM). Die Grünen vor Ort werden -
zusammen mit interessierten Bürgerinnen, Bürgern und Verbänden - ihre
Vorstellungen für eine zukunftsfähige und nachhaltige Verkehrsinfrastruktur
im Trierer Raum zusammen stellen und auf Vorschlag Blatzheim-Roeglers in
einer Sitzung des Arbeitskreises Infrastruktur der Grünen Landtagsfraktion
Ende Oktober in Mainz einbringen. Die Beiträge sollen zuvor im Rahmen der
nächsten Sitzungen des Trierer Verkehrs-Arbeitskreises der Grünen besprochen
werden.
Scharfe Kritik wurde seitens einzelner Teilnehmerinnen und Teilnehmer des
Arbeitskreises an Verlauf und Inhalten der jüngsten Verkehrskonferenz in der
Trierer IHK laut. "Die dort geäußerten Forderungen nach Lückenschlüssen im
Autobahnnetz und seinen Zubringern werden schon seit 40 Jahren erhoben.
Dabei wurde nie überprüft, ob nicht mit dem Einsatz gleich hoher
finanzieller Mittel ein wesentlich effektiverer Mobilitätsgewinn unter
Schonung von Umweltressourcen und Vermeidung langfristiger Kosten erzielt
werden kann. Dazu besteht mit dem zu erarbeitenden Verkehrskonzept erstmals
die greifbare Chance," - so der zusammenfassende Kommentar von
Kreisvorstandssprecherin
Corinna Rüffer.
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