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Grüne zur Ausdünnung der DB-Fernverbindungen nach Trier:

Wird die Region zum Opfer für Stuttgart 21?
10.10.2011


Mit scharfen Worten kritisiert Anja Reinermann-Matatko, verkehrspolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen im Trierer Stadtrat, den "unerträglichen Poker, den die DB AG zulasten der Bahnkunden in Luxemburg und der Region Trier abgezogen hat." Mit ihrer Entscheidung, den Fernverkehr bis auf 2 Zugpaare zusammenzustreichen und damit den Stundentakt nach Koblenz außer Kraft zu setzen, riskiere die Bahn die Sympathie ihrer treuen Kunden zu verlieren und Neukunden von der Nutzung der Bahn abzuschrecken.

"Gerade im Vorfeld des Rheinland-Pfalz-Takts 2015, mit dem der Stundentakt fest installiert werden soll, ist dieser Schritt nicht nachvollziehbar. Geht es der DB angesichts ihrer Milliardenausgaben für Stuttgart 21 so schlecht, dass sie sich nicht einmal mehr die dreijährige Fortführung des Trierer Fernverkehrs bis 2015 leisten kann und das Land Rheinland-Pfalz um 6 Millionen anbetteln muss?"

Darüber hinaus setze die Bahn ein falsches Signal in Richtung Zukunft: "Wir können es uns aus verkehrs-, finanz- und umweltpolitischen Gründen nicht mehr leisten, dass die Menschen mit Anti-Bahn-Projekten wie Moselaufstieg und Meulenwaldautobahn nach Koblenz kommen. Wir brauchen Konzepte, wie wieder mehr Kunden zur Bahn finden. Der zynische Hinweis der Bahn, in Zukunft reiche für die Moselstrecke ja der Regionalexpress aus, bewirkt das genaue Gegenteil: Ich will einen Platz reservieren können, das geht in Regionalzügen nicht. Kleinkindabteile gibt es auch nur in IC und ICE. Und wenn ein Kinderwagen nicht in die Flure eines Regionalexpress passt, wird ein Rollstuhl dort genauso hängen bleiben."

"Die Verantwortlichen bei der Deutschen Bahn und der Bund sind nun gefordert, zusammen mit dem Land eine geeignete Lösung zu finden, wie zumindest der gegenwärtige Bedienungsstandard erhalten werden kann." – so Anja Reinermann-Matatko abschließend. Zurück